// Update 15.03.2019 //

Bist du gut ins neue Jahr gestartet? Am Anfang des Jahres habe ich immer das Bedürfnis, etwas aufzuräumen, mir Luft zu verschaffen und „sauber“ zu beginnen!

Deshalb habe ich heute ein paar Tipps für dich, wie du deinen Blog auf Basis von WordPress aufräumen kannst und somit die Performance, die Sicherheit und auch SEO zu verbessern. Denn es ist vor allem wichtig, dass deine Seite schnell geladen wird und dass du sie effektiv nutzt.

So eine „Grundreinigung“ sollte man 2-3 mal im Jahr machen. Ich setzte mir gerne Termine wie z. B. jetzt, Anfang des Jahres, dann im Frühling und im Herbst noch mal.

Ich schreibe dir einfach mal meine Rituale in einer 10-Punkte-Liste auf, wie du den Ballast entfernst, die Datenbank aufräumst und die Performance so wieder steigt.

ABER – WICHTIG: Vorher unbedingt ein komplettes Backup der Dateien und ein Datenbank-Backup machen, da einige der Tools doch ziemlich radikal sind und manchmal reicht ein Klick, um aus versehen das Falsche zu löschen. Mit einem Backup bist du immer auf der sicheren Seite! Dazu kannst du zum Beispiel das Plugin BackWPup benutzen.

1. Unnötige Plugins löschen

Geh dein Plugin-Verzeichnis im Backend mal sorgfältig durch und schau welche Plugins du wirklich dauerhaft benutzt, welche nur zeitweise und welche du schon eine Weile deaktiviert hast. Dann die unbenutzten und nicht mehr nötigen vom Server löschen. Wenn du Plugins hast, die du nur ab und an benutzt, notier dir den Namen und lösche sie. Wenn du sie wieder benötigst, einfach noch mal installieren.
Immer nach der Regel so wenig wie möglich – so viel wie nötig!

2. Ungenutzte Themes löschen

Und bei Themes gilt das Gleiche. Hast du ungenutzte Themes im Theme-Ordner?
Gerade bei älteren WordPress-Installationen hat man oft noch alte Themes installiert, die man mal getestet hat. Wenn du sie behalten willst, dann speichert sie per FTP auf deinem Rechner und nicht auf dem Server. Löscht auch die alten Standard-WP-Themes, die bekommst du immer wieder aus dem Repository! Eines der Standard-Themes solltest du neben deinem Haupttheme aber immer noch als Backup installiert haben.

3. Links prüfen

Dafür installierst du den Broken Link Checker und lässt ihn über deine Seite laufen. Das kann einen Moment dauern, aber er überprüft die Erreichbarkeit sämtlicher Links auf deiner Seite oder Blog. Dann solltest du alle nicht mehr erreichbaren Links korrigieren oder entfernen. Das hilft zwar nicht unbedingt bei der Performance aber für SEO ist es wichtig! Und auch du möchtest deine Leser ja nicht auf Seiten verweisen, die gar nicht mehr existent sind.
Nachdem du das erledigt hast, deaktiviere und löschst du das Plugin am besten wieder, da es doch ein paar Ressourcen zieht und so deine Seite verlangsamen kann. Wenn du es für die nächste Aufräumaktion wieder brauchst – einfach neu installieren.

4. Sidebar aufräumen – was macht Sinn?

Schau dir mal deine Sidebar an, gibt es Dinge auf die deine Leser vielleicht gar nicht klicken? Checkt dazu mal deine Statistiken, was angeklickt wird.
Oder hast du vielleicht sogar einige Tools doppelt, z. B. deinen Instagram-Stream in der Sidebar und im Footer? Oder alte Buttons und Verlinkungen zu Seiten.
Zeige nur noch das Wichtigste und überlade deine Sidebar nicht. Auch das gehört zur Benutzerfreundlichkeit!

5. Spam-Kommentare löschen

Jeder Spam-Kommentar wird in der Datenbank gespeichert und benötigt so unnötig Platz und bläht so die Datenbank auf. Das macht deinen Blog wiederum langsamer. Also lieber regelmäßig löschen!

6. Bildgrößen checken und optimieren

Bei vielen Blogs oder Webseiten sind die hochgeladenen Bilder viel zu groß und verlängern die Ladezeit um ein Vielfaches. Außerdem wird so dein Speicherplatz auf dem Server viel schneller voll. Deshalb auch hier einmal checken wie groß deine Bilder sind (im Menüpunkt Medien kannst du das beim Klick auf die Bilder sehen. Bilder sollten um die 500 KB und nicht größer sein. Wenn dort irgendetwas mit X,X MB steht, besteht dringend Handlungsbedarf!

Beispiel Bildgröße

Für die Zukunft solltest du deine Bilder vor dem Hochladen unbedingt bearbeiten. Niemals direkt von der Kamera hochladen! Verringere die dpi-Zahl auf auf 72 bis max 144 und die Breite der Bilder auf max 1920 Pixel, je nach Theme brauchst du diese Breite für einen Slider.
Dann das Bild benennen, abspeichern und am besten noch mal auf tinypng.com hochladen und so komprimieren. Das spart teilweise bis zu 70%!
Bereits hochgeladene Bilder können nachträglich mit dem Plugin WP Smush bearbeitet werden. In der kostenlosen Version zwar immer nur 50 auf einmal, aber das kann man gut mal nebenbei durchklicken.

Neben WP Smush gibt es noch Optimus und Compress JPEG & PNG Images und der EWWW Image Optimizer die deine Bilder schon beim Hochladen verkleinern.

7. Ungenutzte Bilder löschen

Gerade bei länger bestehenden WordPress-Seiten, die schon den einen oder anderen Themewechsel hinter sich haben, werden oft unnötige Bilddaten auf dem Server gespeichert, da jedes Theme individuelle Bildformate anlegt, die von anderen Themes nicht benötigt werden.

Das Plugin Regenerate Thumbnails generiert die vom aktuellen Theme genutzten Bildformate und löscht gleichzeitig die Formate, die nicht mehr genutzt werden. So hast du nur die aktuellen und wichtigen Formate für dein Theme im Upload-Ordner.

8. Datenbank säubern

Auch die Datenbank, die das Herz deiner Webseite bzw. Blogs ist bedarf der Pflege. Sie speichert alle wichtigen Daten wie Beiträge und Seiten, im Laufe der Zeit aber auch unnötiges wie Spam-Kommentare, zig Revisionen und Daten alter Plugins.
Deshalb ist eine Reinigung von Zeit zu Zeit wichtig und erhöht die Performance. Als Plugin kannst du dafür gut WP-Sweep benutzen.
WICHTG: Datenbank vorher unbedingt sichern!

9. Multi-Funktions-Tool starten

Als letztes solltest du nun noch einmal ein Multifunktions-Plugin starten. Hier bietet sich WP-Optimize. Das entfernt automatisch sämtlichen übrig gebliebenen Ballast, sei es nun von Plugins, von alten Themes, von Snippets oder hausgemachten Funktionen. Die Datenbanktabellen werden auch noch mal optimiert und beschleunigt damit noch einmal nebenbei sämtliche Zugriffe von WordPress.

Dieses Plugin kannst du auch zur regelmäßigen monatlichen Reinigung nutzen. Alle anderen würde ich wie unten beschrieben wieder deaktivieren und löschen.

 10. Cleaning Plugins deinstallieren

Jetzt ist dein WordPress wieder sauber und schnell, so sollte es zumindest sein, denn wer seine WordPress-Installation regelmäßig aufräumt und unnötigen Ballast entfernt hat auf Dauer auch einfach weniger Probleme mit seiner Webseite oder Blog. Auch hier bewährt sich sauberes Arbeiten, wie in vielen anderen Bereichen des Lebens auch.

Und die Cleaning-Plugins die du für deine „Putzaktion“ benutzt habt, kannst du jetzt wieder deaktivieren und entfernen. Schreib sie dir aber auf oder setze dir ein Bookmark auf diesen Artikel für das nächste große Reinemachen!

UPDATE 15.3.2019

11. Datenschutzseite prüfen

Hast du in den letzten Monaten Dinge auf deinem Blog oder Webseite angepasst, Plugins hinzugefügt, wie neues Statistik-Tool installiert oder vielleicht sogar einen Newsletter eingerichtet? Dann muss das alles auch in deine Datenschutzerklärung. Schau dir alles noch mal an und prüfe, was bereits vorhanden ist und was ggf. hinzugefügt werden muss.
Und wenn du Tools entfernt hast und nicht mehr nutzt, die aber noch in der Datenschutzerklärung stehen – aufräumen! Auch das ist nicht erlaubt. Nur das angeben was man wirklich nutzt und nicht einfach alles übernehmen was die Generatoren anbieten
Gute Generatoren die für Blogger und kleine Webseitenbetreiber kostenlos nutzbar sind, sind die von Schwenke oder von eRecht24.de

Eine Liste mit meinen Top-Plugins findest du außerdem in diesem Blogpost.

Solltest du noch Fragen oder Anregungen oder auch eigene Plugin-Empfehlungen haben, so kannst du mir gerne einen Kommentar hinterlassen. Ich freue mich immer über Feedback und weitere Tipps und Hinweise.

Und wenn du dich nicht selbst trauen solltest, du kannst mir gerne eine Anfrage über das Kontaktformular senden!

Viel Erfolg – Deine Susanne alias pixeldeern

WordPress aufräumen - eine 10-Punkte-Liste für mehr Performance und Sicherheit
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